Neue Technologie 31.07.2022, 10:51 Uhr

Videokonferenzen bei sehr geringer Bandbreite

Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Carnegie Mellon University (CMU) haben eine Methode entwickelt, mit der Videokonferenzen über sehr geringe Bandbreiten übertragen und damit auch unter extremen Bedingungen genutzt werden können.
Vorbereitungen am U-Boot für den Tauchgang zur Titanic.
(Quelle: Foto: Alex Waibel, KIT)
Getestet haben sie diese jetzt während eines Tauchgangs zum Wrack der Titanic in 4000 Metern Tiefe im Nordatlantik.  »Daten aus vier Kilometern Tiefe durch Salzwasser hindurch verlustfrei zu übertragen, ist extrem schwierig«, beschreibt Professor Alex Waibel, der am KIT und an der CMU zur Sprachübersetzung forscht, die Herausforderung. Denn die natürlichen Gegebenheiten ließen eine Übertragung vom Tauchboot an die Meeresoberfläche zum Mutterschiff nur mit Sonar zu, da Radio-Kommunikation im Salzwasser nicht funktioniert. Die Forschenden haben synthetische Methoden entwickelt, mit denen Videos aus Text rekonstruiert werden können. Die Tonaufnahme wird zunächst im U-Boot in Text umgewandelt, dann per Sonar-Schallimpuls nach oben übermittelt und dort aus dem Text als Video rekonstruiert. »Im Video ist dann eine synthetische Stimme zu hören, die auf die Stimme des Sprechenden übertragen wird, so dass sie wie die Stimme des Sprechenden klingt. Zudem wird die Video-Synthese so gesteuert, dass die Lippen des Sprechenden sich dabei synchron mit dem Ton bewegen«, erläutert Waibel, der seit Jahrzehnten an Spracherkennung, Sprachverarbeitung und Sprachübersetzung forscht.




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