Studie CTR 2019 18.03.2019, 09:41 Uhr

Continuous Testing auf dem Vormarsch

Capgemini und Sogeti haben den Continuous Testing Report 2019 (CTR 2019) veröffentlicht, eine Studie über die Möglichkeit schneller und effizienter Validierung von Software Releases in agilen Entwicklungen durch automatisierte Tests.
Gregory Biernat ist Leiter IT Qualität & Testing bei Sogeti in Deutschland.
(Quelle: www.capgemini.com)
Dem Bericht zufolge bestätigt fast ein Drittel der IT-Führungskräfte (32 Prozent), dass ihre IT-Abteilung Continous Testing ausgiebig nutzt. Da jedoch 58 Prozent der befragten Unternehmen täglich einen neuen Build einführen und 26 Prozent mindestens einmal pro Stunde, müssen sie die Effizienz der kontinuierlichen Tests verbessern, indem sie ihre Testumgebung an eine agile Entwicklungsumgebung anpassen, so der Bericht.
»Die nächsten zwei bis drei Jahre sind kritisch für Continuous Testing, da Unternehmen das Dilemma vom Übergang zu eigenverantwortlichen, autonomen Teams lösen müssen, in denen jeder Einzelne für die Qualität verantwortlich ist. Gleichzeitig muss die zentrale Qualitätsunterstützung und -überwachung verbessert werden, um eine agile Entwicklungsumgebung zu erschaffen, die in der Lage ist, in einer immer komplexeren, schnelleren IT-Landschaft Mehrwert zu liefern«, so Gregory Biernat, Leiter IT Qualität & Testing bei Sogeti in Deutschland. »Unsere Untersuchung verdeutlicht die Notwendigkeit, das Niveau der Testautomatisierung auszuweiten, eine intelligente Bereitstellung von Testumgebungen und Testdaten und sinnvolle Qualitätskennzahlen und intelligente Qualitäts-Dashboards als Kernbereiche zu implementieren.«
Die Studie zeigt, dass es ein erhebliches Potenzial für die Optimierung von kontinuierlichen Testprozessen durch den Einsatz von Technologien gibt: Nur bei 24 Prozent der Testfälle und End-to-End-Geschäftsszenarien wurde Automatisierung eingesetzt. Lediglich 25 Prozent der erforderlichen Testdaten wurden mit automatisierten Verfahren generiert. Eine stärkere Automatisierung könnte das Testen in den agilen Teams erheblich beschleunigen, denn rund ein Drittel der Befragten (36 Prozent) gab an, dass sie mehr als die Hälfte der Zeit mit der Suche, Verwaltung, Pflege und der Generierung von Testdaten verbringen. Um auf Kunden- und Marktanforderungen zu reagieren, müssten Unternehmen daher entscheidende Maßnahmen ergreifen.
Die Studie erkennt einen deutlichen Bedarf an größerer Transparenz und verbesserter Orchestrierung bei agilen Tests. Unter den befragten Führungskräften bezeichneten 35 Prozent einen vollständigen Prüfpfad für Testaktivitäten und eine konsolidierte Test- und Release-Pipeline als wichtigste Funktionen zur Testorchestrierung. 32 Prozent der Befragten betonten die Notwendigkeit für einen einzelnen Ort für teamübergreifende Zusammenarbeit und kontinuierliche Sichtbarkeit der Lieferpipeline. Der Mangel an zentralisierten Lösungen für die Bereitstellung von Technologien wurde bei der Untersuchung von Herausforderungen bei Testumgebungen am deutlichsten. Teams verschwenden zu viel Zeit darauf, komplette Testumgebungen zu erstellen. Vier von zehn (40 Prozent) der Befragten gaben an, dass ihre Teams mehr als die Hälfte ihrer Zeit in den Aufbau und die Wartung ihrer Testumgebungen investieren.

Thomas Künneth
Autor(in) Thomas Künneth


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