Kaspersky 07.12.2019, 16:45 Uhr

Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu.
Die Quellen der Angriffe auf biometrische Daten.
(Quelle: www.kaspersky.com )
Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet – und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.
Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm. Die Analyse der Bedrohungsquellen für biometrische Datenverarbeitungs- und -speichersysteme ergab, dass 14,4 Prozent der Bedrohungen aus dem Internet kamen, dazu gehören bösartige sowie Phishing-Webseiten und web-basierte E-Mail-Dienste. Wechselmedien (8,0 Prozent) werden am häufigsten dazu verwendet, um Würmer zu verbreiten, die üblicherweise Spyware, RATs oder Ransomware nachladen. 6,1 Prozent der Bedrohungen stammen aus E-Mail-Clients. In den  meisten Fällen handelte es sich hierbei um typische Phishing-Mails, die Links zu bösartigen Webseiten oder schädliche Anhänge enthielten; in 1,6 Prozent der Fälle Netzwerk-Ordner die Bedrohungsquellen waren.
»Unsere Untersuchungen zeigen, dass die derzeitige Situation in Bezug auf die Sicherheit biometrischer Daten von entscheidender Bedeutung ist und die Aufmerksamkeit der Industrie, der Aufsichtsbehörden, der Gemeinschaft von Informationssicherheitsexperten und der Öffentlichkeit erfordert«, verdeutlicht Kirill Kruglov, Senior Security Expert bei Kaspersky ICS CERT. »Obwohl wir der Meinung sind, dass unsere Kunden vorsichtig sind, müssen wir darauf hinweisen, dass eine Infektion durch die von uns entdeckte und blockierte Malware die Integrität und Vertraulichkeit biometrischer Verarbeitungssysteme hätte beeinträchtigen können. Dies gilt insbesondere für Datenbanken, in denen biometrische Daten gespeichert sind, wenn diese nicht geschützt sind.«



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