Social-Media-Atlas 24.07.2022, 09:18 Uhr

Deutsche sehen personalisierte Inhalte skeptisch

Personalisierte Inhalte sind seit langem der Schlüssel zur Monetarisierung der Social-Media-Dienste - und diese sammeln dafür jede Menge Informationen über ihre Nutzer.
Der Social-Media-Atlas beleuchtet die Nutzung Sozialer Medien in Deutschland.
(Quelle: www.faktenkontor.de)
Das Verhältnis der Deutschen zu personalisierten Inhalten ist dennoch zwiespältig: Einerseits finden sie sie suspekt und verzichtbar - andererseits nutzen sie sie gern und häufig. Das zeigt der Social-Media-Atlas 2022 von Faktenkontor, für den 3.500 Internet-Nutzer ab 16 Jahren repräsentativ befragt wurden.
Unter Social-Media-Nutzern, die die personalisierten Inhalte bemerken, geben 68 Prozent an, dass die Vorschläge eher oder sogar sehr gut zu dem passen, was sie interessiert. Die auf den jeweiligen Anwender anhand seiner Surfgewohnheiten zugeschnittenen Vorschläge hinterlassen bei den weitaus meisten Usern dennoch ein mulmiges Gefühl, das sie vor allem aus Mangel an Alternativen ertragen: 79 Prozent der Social-Media-Nutzer, die manchmal bis sehr oft auf personalisierte Inhalte stoßen, würden lieber im Web surfen, ohne dass die Anbieter dabei ihr Nutzungsverhalten tracken. 75 Prozent fühlen sich dabei regelrecht beobachtet, wenn ihnen Vorschläge angezeigt werden, die sich klar mit ihrem Nutzungsverhalten decken. 74 Prozent sind von den ungefragten Inhalten schlicht genervt.
Trotz der weit verbreiteten ablehnenden Grundhaltung folgt eine Mehrheit den Vorschlägen - und goutiert, was sie dort findet: 55 Prozent der Social-Media-Nutzer, die auf personalisierte Inhalte stoßen, nutzen diese manchmal oder häufig. 52 Prozent haben nach eigenen Angaben dadurch schon viele tatsächlich für sie interessante Angebote entdeckt.




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