Social-Media-Monitoring 21.06.2020, 18:14 Uhr

Mehrheit für staatliche Aufsicht

Die Ergebnisse der Studie »Social Credits and Security: Embracing the World of Ratings« von Kaspersky geben Einblicke in die Wahrnehmung, das Bewusstsein und die Erwartungen deutscher Verbraucher zum Thema Social Rating.
Hauptsächliche Gründe für die Herausgabe privater Daten.
(Quelle: www.kaspersky.de )
So würde mehr als jeder dritte (36 Prozent) Befragte in Deutschland die staatliche Aufsicht von Aktivitäten auf Sozialen Netzwerken zugunsten von mehr Sicherheit für die Bürger befürworten (29 Prozent sind dagegen und 36 Prozent unentschieden) - weltweit sehen das im Übrigen 51 Prozent der Befragten so. Dabei haben nur 13 Prozent (weltweit 46 Prozent) der befragten Bundesbürger überhaupt schon einmal von Social-Rating-Systemen gehört und sind dennoch bereit, ihre persönlichen und sensiblen Daten, beispielsweise gegen Geld (42 Prozent), einen Job (34 Prozent) oder für bessere finanzielle Konditionen (33 Prozent), zu teilen.
Egal ob Soziale Medien oder Web-Dienste - persönliche Informationen, die Nutzer öffentlich machen und damit mit Dritten teilen, bestimmen bereits heute das Verhalten von Algorithmen und welche Bewertungen Unternehmen - und in Zeiten von Corona auch zunehmend staatliche Stellen (Stichwort Tracking-App) - daraus ziehen.
Dies führt vermehrt zur Einführung von Social-Scoring-Systemen (soziale Kreditsysteme), die die Nutzer auf Basis ihres (Internet-) Verhaltens automatisch kategorisieren - einschließlich geäußerter Meinungen. Wurden solche Systeme anfangs eher von Finanzdienstleistern und E-Commerce-Anbietern eingesetzt, werden sie nun auch in anderen Branchen und zunehmend von staatlichen Stellen weltweit verwendet, um Kandidaten vor der Gewährung gewünschter Dienste und Leistungen zu überprüfen. Darüber hinaus spielen sie bei der Prüfung von Kaufkraft und beim Recht auf Inanspruchnahme bestimmter sozialer Leistungen eine Rolle.


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