Avast Global PC Risk Report 07.04.2019, 11:16 Uhr

Jeder fünfte Heim-PC ist Zielscheibe

Der Sicherheitsdienstleister Avast hat in seinem Avast Global PC Risk Report das Gefahrenpotenzial für Privatcomputer aufgezeigt.
Avast 2019 Risikobericht: Windows 10 ist besonders anfällig für Advanced Threats.
(Quelle: www.avast.com )
Das Ergebnis der weltweiten Analyse: Für Anwender von Windows 7, 8 und 10 besteht eine Chance von 20 Prozent, Opfer eines Cyberangriffs zu werden. Die Sicherheitsexperten untersuchten zunächst das Risiko, das private User generell durch unzureichend geschützte PCs eingehen. Darüber hinaus bestimmten sie die Risikorate, die von komplexen, hochentwickelten Bedrohungen (Advanced Threats) ausgeht, welche gängige Schutztechnologien in Sicherheitssoftware wie URL-Filterung, Mail-Scanning, Signaturen, Heuristiken und Emulatoren zu umgehen versuchen.
Deutschland schneidet in dem Report, der sich über 158 Länder erstreckt und den Zeitraum eines Monats abdeckt, relativ gut ab: Cyberkriminelle greifen hierzulande lediglich rund 15 Prozent der Heimcomputer an. Allerdings ist die Zahl der Heimcomputer, die jährlich Gefahr laufen, Opfer eines Angriffs zu werden, höher, da jeden Monat andere Computer zum Angriffsziel werden können. 3,8 Prozent sind potenzielle Opfer für Advanced Threats, bei denen es die Angreifer darauf anlegen, möglichst lange unentdeckt und handlungsfähig zu bleiben, um über einen längeren Zeitraum sensible Informationen auszuspähen.
Im Bundesländervergleich schneidet Hessen am kritischsten ab – hier musste Avast im Reportzeitraum Angriffe auf 16,5 Prozent der Heimcomputer abwehren, während Bayern mit 14 Prozent am besten abschneidet.
Für Privatanwender der Betriebssysteme Windows 7, 8 und 10 weltweit besteht ein Risiko von rund 20 Prozent, Opfer eines Angriffs zu werden. Rund 40 Prozent davon nutzen Windows 10 und bilden damit die größtmögliche Zielgruppe für Cyberkriminelle.
„Cyberkriminelle nutzen die Aktivitäten von Privatanwendern gezielt aus und spekulieren darauf, dass deren Sicherheitsbewusstsein für Aktivitäten im Internet gering ausgeprägt ist«, sagt Luis Corrons, Security Evangelist bei Avast. »Umgekehrt verfügen Unternehmen in der Regel über restriktive Browsing-Richtlinien und ganze IT-Teams, die sich der Sicherheit von Netzwerken widmen. Zu Hause setzen sich Anwender mit ihren Online-Aktivitäten – ohne es zu merken – oft großen Gefahren aus, ohne ihre PCs ausreichend zu schützen.«


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