VMware Threat Report 03.08.2020, 11:47 Uhr

KMUs stark bedroht

VMware hat die Ergebnisse seines dritten Threat Reports zu Cybersicherheit in Deutschland bekanntgegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl das Volumen der Cyberangriffe als auch die Zahl der Datenlecks weniger stark zugenommen haben als im letzten Jahr.
VMware Threat Report zu Cybersicherheit zeigt ausgefeiltere Angriffe in Deutschland.
(Quelle: www.carbonblack.com )
Dennoch planen fast 9 von 10 der Sicherheitsexperten für das kommende Jahr, ihre Investitionen in die Cyberabwehr zu steigern. Deutsche Unternehmen setzen außerdem durchschnittlich mehr als elf verschiedene Cybersicherheits-Tools ein.
Die Umfrage ergab, dass KMUs mit 501-1000 Beschäftigten offenbar stark bedroht sind: Befragte in diesem Sektor berichteten über einen durchschnittlichen Anstieg des Angriffsvolumens um 61 Prozent. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die einerseits in der Regel nicht mit größeren Organisationen vergleichbare Budgets oder interne Ressourcen für IT-Sicherheit besitzen, deren Daten und digitalen Assets andererseits aber immer noch ein lohnendes Ziel für Diebstahl oder Erpressung sind. Diese KMUS sehen sich im Vergleich zu kleineren und größeren Unternehmen signifikant mehr Angriffen und immer ausgereifteren Angriffen ausgesetzt.
Bei Unternehmen dieser Kategorie sind dateilose Angriffe der häufigste Angriffstyp. Dieser Typ macht bei KMUs 43 Prozent der gesamten Angriffe aus. Nimmt man den Durchschnitt von Unternehmen aller Größenordnungen, beträgt der Anteil nur 20 Prozent.
Deutsche Experten für Cybersicherheit gaben an, dass sie im Rahmen ihrer IT-Sicherheitsprogramme durchschnittlich über elf verschiedene Tools oder Konsolen nutzen. Eine solche Vielfalt ist ein Indiz für IT-Sicherheitsumgebungen, die sich reaktiv weiterentwickelt haben: Neuen Bedrohungen wurde mit neuen Sicherheitslösungen begegnet.


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