Freiberufler 05.07.2020, 10:55 Uhr

Forderungen an die Politik

Sowohl Projektmarkt als auch Freiberufler wurden hart von der coronabedingten Ausnahmesituation getroffen, mit teilweise starken Rückgängen und hohen Verdienstausfällen.
Freiberufler fordern eine Anpassung der Rechtssicherheit, Entbürokratisierung sowie Steuernachlässe.
(Quelle: www.solcom.de )
Der Ausblick ist ebenfalls eher negativ, profitieren kann die digitale Transformation in Deutschland. Das sind die Ergebnisse der Solcom-Marktstudie »Auswirkungen der Coronakrise auf Projektmarkt und Freiberufler«.
Zwei Drittel aller befragten Freiberufler haben im Zuge der Coronakrise mit Verdienstausfällen zu kämpfen, ein Viertel hatte sogar ein Minus von mehr als 80 Prozent. Ein Drittel wiederrum spürte glücklicherweise keine wirtschaftlichen Auswirkungen. Beim langfristigen Ausblick sind die Umfrageteilnehmer ebenfalls pessimistisch: Nur jeder Zwanzigste erwartet eine positive Entwicklung der eigenen wirtschaftlichen Situation, zwei Drittel blicken kritisch in die Zukunft. Für den Projektmarkt allgemein sind die Aussichten ebenfalls eher verhalten. Hier befürchten zwei Drittel einen Rückgang.
Solcom Geschäftsführer Oliver Koch: »Die Coronakrise hat viele IT- und Engineering Freiberufler hart getroffen. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Nachfrage nach Expertise diesem Bereich schneller erholen wird als befürchtet. Der Modernisierungsbedarf und -druck bei den Unternehmen hat sich in der Krise deutlich erhöht.«
Um die negativen Auswirkungen auf die Selbstständigen abzufedern, haben diese klare Forderungen an die Politik: Sechs von Zehn fordern klare rechtliche Regelungen für Ihren Projekteinsatz und knapp die Hälfte eine Entbürokratisierung und Steuernachlässe. Doch es gibt auch positive Aussagen: So sind knapp drei Viertel der Umfrageteilnehmer optimistisch, dass die Coronakrise der digitalen Transformation in Deutschland einen Entwicklungsschub geben wird.


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