Studie 03.09.2018, 07:26 Uhr

Rechenzentren auf dem Service-Prüfstand

Die Wartung eines Rechenzentrums kann zu einer kostenintensiven und zeitaufwendigen Aufgabe werden.
Bis zu sieben Hardware-Hersteller in einem Data Center machen Wartung komplex und teuer.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technogroup: 78 Prozent der Unternehmen nutzen in den eigenen Data Centern Hardware unterschiedlicher Hersteller. 31 Prozent nutzen Komponenten von zwei bis fünf Herstellern, 47 Prozent sogar von fünf bis sieben Anbietern. Damit verbunden ist eine Vielzahl von laufenden Serviceverträgen, die mit den einzelnen Hardwareanbietern unterhalten werden müssen. »Bei der Wartung eines Fahrzeuges käme niemand auf die Idee, die Lichtmaschine bei Bosch oder die Klimaanlage bei Denso warten zu lassen. Bei Hardware ist diese dezentralisierte Servicesituation der Normalzustand und bindet viele Ressourcen im Unternehmen«, sagt Dr. Ralf Dingeldein, Geschäftsführer der Technogroup. Für den »Report Serverwartung 2018« wurden 100 Unternehmensvertreter auf der IT-Fachmesse CeBIT 2018 befragt.

Insgesamt haben 66 Prozent der Unternehmen keine vollständige Abdeckung der eingesetzten Hardware durch Laufzeit-Serviceverträge und könnten somit sofort von Drittwartungs-Maßnahmen profitieren. 12 Prozent der Unternehmen stehen sogar komplett ohne Servicepartner da.

Der Gesamtmarkt für unabhängige Drittwartung in der IT wächst beständig: Das Analystenhaus Gartner ermittelte in einer Studie, dass Einsparungen von bis zu 60 Prozent im Vergleich zu Servicekosten der Originalhersteller möglich sind. Drittwartungsanbieter können daher qualitativ am ehesten erfüllen, was bei den Unternehmen und ihren Rechenzentren nötig ist. Bis 2020 rechnet Gartner mit einem weiter deutlichen Wachstum des TPM-Marktes von 35 Prozent, zumal die Beschränkung auf Data Center fallen wird und auch andere IT-Bausteine so nach Herstellervorgaben, aber dennoch unabhängig, gewartet werden können.



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