Security by Design 10.09.2017, 10:58 Uhr

Für IoT-Geräte unerlässlich

Cyber-Kriminelle und Sicherheitsforscher finden ständig neue Wege, IoT-Geräte zu hacken.
Julian Totzek-Hallhuber ist Solutions Architect bei Veracode.
Chinesische Forscher von der Zhejiang-Universität haben gerade erst einen neuen Weg gefunden, Sprachassistenten wie Siri, Alexa, Cortana und Google Now anzugreifen, ohne dass deren Besitzer es merken: per Ultraschall. Die so genannte DolphinAttack nutzt Frequenzen, die das menschliche Gehör nicht mehr wahrnehmen, die Mikrophone von Siri und Google Now hingegen schon.

Julian Totzek-Hallhuber, Solutions Architect bei Veracode, erklärt, warum Security by Design für IoT-Geräte so wichtig ist: »Experten haben bereits früh gewarnt, dass der Sicherheit bei der Entwicklung innovativer IoT-Geräte oberste Priorität eingeräumt werden muss. Geräte mit integrierter Spracherkennung und digitale Assistenten, wie Alexa oder Siri, müssen immer aktiv zuhören, um Sprachbefehle zu erkennen und ausführen zu können. Dieses Zuhören eröffnet einen neuen Angriffsvektor: Audio-Wellen. Je mehr Cyberkriminelle auf Schwachstellen wie DolphinAttack setzen, desto mehr Sicherheitsexperten werden auf diesem Feld tätig werden und die vorhandenen Schutzmaßnahmen weiterentwickeln. Hersteller, die einen Security by Design-Ansatz verfolgen und schnell auf neue Bedrohungen reagieren können, werden in Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben. Sicherheit sollte eine Grundvoraussetzung für digitale Assistenten sein, zumal ständige News über neue Schwachstellen und Hacks Nutzer abschrecken. Denn letztlich ist für sie der einfachste Schutz gegen eine solche Attacke, das Gerät einfach auszulassen – oder es gar nicht erst zu kaufen. Zweifel an der Sicherheit der Geräte können die Nutzerzufriedenheit und die Verkaufszahlen somit massiv schmälern. Allein das sollte für die Hersteller von IoT-Geräten ein ausreichender Grund sein, die Sicherheit ganz oben auf ihre Prioritätenliste zu setzen.«




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