ESET-Studie 06.11.2022, 07:57 Uhr

Jedes zweite Kind ohne Schutzprogramm im Netz

Eine Studie des IT-Sicherheitsherstellers ESET in Zusammenarbeit mit YouGov hat ergeben, das sowohl die unter Vierjährigen als auch die Vier- bis Siebenjährigen beim Thema Internet- und Medienkompetenz besser abschneiden als Lehrende und Erziehende.
Lediglich 45 Prozent der Eltern setzen eine Kindersicherung fürs Internet ein.
(Quelle: www.eset.com)
Fast die Hälfte der Befragten verzichten auf ein Kinderschutzprogramm, am häufigsten Mütter und Väter in Hamburg, Sachsen-Anhalt (jeweils 59 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (57 Prozent). Besonders bedenklich ist allerdings, dass auch fast jedes zweite Kind unter vier Jahren und ein Drittel der Vier- bis Elfjährigen ohne Schutz in der digitalen Welt unterwegs sind.
»Die Ergebnisse der gesamten ESET-Studie zeigen, der Nachwuchs ist jung und vernetzt. Fast jedes Kind kann auf ein digitales Gerät und das Internet zugreifen, was die Corona-Pandemie noch verstärkt hat«, sagt Ildikó Bruhns, Projektleiterin Safer Kids Online. »Neben Schulen und Kindergärten sind auch die Eltern gefragt, ihre Kinder auf die digitale Welt vorzubereiten. Je fitter die Erwachsenen selbst in puncto Medienkompetenz und technisches Know-how sind, desto mehr können sie ihren Nachwuchs bei der kindgerechten Mediennutzung unterstützen.«
Lehrende und Erziehende schneiden bei Eltern in Sachen Medien- und Internetkompetenz im Vergleich weitaus schlechter ab: Nur die Hälfte erhält die Prädikate ausgezeichnet bis gut. Die Baden-Württemberger (71Prozent) haben hier das größte Vertrauen in die Medienbildung. Mehr als ein Drittel der Eltern attestieren den Lehrkräften noch Nachholbedarf, vor allem bei den Teenagern. Die kritischsten Stimmen kommen hier aus Sachsen-Anhalt (40 Prozent).




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