VDE 14.10.2019, 07:24 Uhr

Fachkräfte im Ausland finden

In der Studie »E-Ing 2025: Technologien, Arbeitsmarkt, Ingenieurberuf«, die der VDE zusammen mit dem Institut für Wirtschaft in Köln erstellt hat, warnte der VDE bereits im vergangen Jahr davor, dass Deutschland auf die größte Ingenieurslücke aller Zeiten zusteuert.
Mehr als ein Drittel der Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern rekrutiert Fachrkäfte aus dem Ausland.
(Quelle: VDE )
»In den kommenden zehn Jahren werden in Deutschland deutlich über 100.000 junge E-Ingenieure mehr benötigt, als hierzulande ausgebildet werden«, erklärt Ansgar Hinz. »Der Groschen ist sprichwörtlich gefallen. 83 Prozent der Unternehmen und Hochschulen haben eingesehen, dass wir durch die Digitalisierung über Jahrzehnte gravierende Arbeitsmarktprobleme bekommen werden, wenn wir es nicht schaffen, die heute Berufstätigen fortzubilden«, fügt Hinz hinzu. Sie fordern, dass die digitale Bildung auf allen Stufen der Schul- und Hochschulbildung, aber auch der beruflichen Weiterbildung in Form und Inhalt massiv verbessert werden muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
In einer Umfrage des VDE unter seinen Mitgliedsunternehmen gaben diese an, hierzulande nicht mehr genügend Ingenieure und IT-Fachleute, zu finden. Dabei waren Konzerne mit mehr als 5.000 Mitarbeitern (36 Prozent), mittelständische Unternehmen mit 501 bis 1.000 Beschäftigten (33 Prozent), und Startups mit bis zu 50 Beschäftigten (26 Prozent) gleichermaßen betroffen wie Hochschulen (33 Prozent): »Um ihren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden zu decken, haben sie alle nur eine Chance: Sie müssen ihr Personal auch aus dem Ausland rekrutieren. Fast jeder Vierte ist nach unserer Umfrage dazu gezwungen«, sagt Ansgar Hinz.



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