App Fraud 09.04.2018, 08:44 Uhr

Schäden von bis zu 800 Millionen US-Dollar

Der Betrug mit App-Downloads nimmt immer weiter zu und wird zum globalen Problem für die App-Industrie.
Report von AppsFlyer: Bots werden mit über 30% des Mobile Frauds zur gefährlichsten Bedrohung.
Im ersten Quartal 2018 erreichte der entstandene Schaden weltweit 700 bis 800 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 30 Prozent. Neben den finanziellen Einbußen ist der Anteil der betrügerischen Installationen ebenfalls um 15 Prozent angewachsen. Damit sind 11,5 Prozent aller marketinggesteuerten Installationen betroffen. Dies geht aus dem neuesten »The State of Mobile App Install Fraud«-Report von AppsFlyer hervor. Hierfür wurden von September 2017 bis Februar 2018 6.000 Apps und 10 Milliarden Installationen untersucht.

Die jüngste Untersuchung zeigt außerdem, dass sich die Betrugsarten schnell ändern und aktuell immer mehr Bots für Mobile Fraud verantwortlich sind.

Noch im Sommer 2017 waren Device Farms für ein Allzeithoch von 56 Prozent der betrügerischen Installationen verantwortlich. Die Einführung von Protect360 von AppsFlyer brachte Betrüger dazu, ihre Installationsmuster zu ändern und in neue Angriffsformen zu investieren. In der Folge ist Click Flooding sprunghaft angestiegen. Im Anschluss hat AppsFlyer einen Anstieg an Bots beobachtet, die versuchten, AppsFlyers SDK in kleinem Maßstab auf der ganzen Welt zu fälschen. Besorgniserregend ist, dass diese neuen Bots oft mit neuen Verhaltensanomalien einhergingen, die wahrscheinlich das Ergebnis fortgeschrittener, programmatischer Bot-Angriffe sind. Im Februar 2018 überholten Bots die Device Farms als das meistgenutzte Betrugswerkzeug mit einem Anteil von 30 Prozent.

Shopping-Apps mit ihren hohen CPIs und ihrer starken Verbreitung haben mit 275 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2018 die größten finanziellen Verluste erlitten. Aber auch Gaming-, Finance- und Travel-Apps waren stark betroffen. Im Gaming-Bereich etwa sind die Auszahlungen zwar viel niedriger, aber die Reichweite ist extrem hoch, so dass sich der Aufwand dennoch lohnt. Entstandener Schaden für die Gaming-Branche: 103 Millionen Euro.



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