22.06.2009, 06:55 Uhr

XEN Kochbuch

Virtualisierung ist ein heißes Thema in der IT-Branche, nicht zuletzt im Zusammenhang mit der löblichen Zielsetzung, Serversysteme möglichst ressourcenschonend zu betreiben - Stichwort Green IT. Die Open Source-Technologie Xen ist ein bewährter Virtuelle-Maschinen-Monitor, der es erlaubt, verschiedene Gastbetriebssysteme parallel zu betreiben. Ein zentraler Hypervisor wacht dabei über die Verteilung der Ressourcen. Die verschiedenen Gastsysteme sind zuverlässig von einander isoliert.
Autor: Hans-Joachim Picht
Verlag: O'Reilly 2009, 461 Seiten
Preis: 39,90 Euro
ISBN: 978-3897217294
Hans-Joachim Picht stellt die notwendigen Rezepturen zur Verfügung, um Xen-Server optimal einzurichten und zu betreiben. Der gesamte Stoff ist auf kleine Module herunter gebrochen, die sich jeweils der Lösung eines bestimmten Problems widmen. Jede Lösung wird ergänzt durch einen Abschnitt Diskussion, der Hinweise auf potentielle Fehlerquellen, alternative Lösungsansätze oder zusätzliche Erklärungen enthält. Der Autor hält sich nicht lange mit theoretischen Darlegungen auf, sondern konzentriert den Blick auf die Sorgen und Nöte der Praktiker, die für den laufenden Betrieb zuständig sind, sprich die Systemadministratoren.
Die ersten drei Kapitel behandeln nach einer kurzen Einführung zur Virtualisierung die notwendigen Vorbereitungen des Hostsystems, die Installation von Xen und die Konfiguration des Hosts. In den folgenden Kapitel beschreibt Picht die Vorbereitung des Hosts für die Gastsysteme und die Installation der verschiedenen Gäste, wobei die Eigenheiten der unterschiedlichen Distributionen zu berücksichtigen sind.
Neben der sogenannten Paravirtualisierung, bei der der Kernel des Gastsystems jeweils modifiziert ist, wird auch die Hardware-Virtualisierung behandelt, die für Closed-Source-Systeme wie Windows benötigt wird. Die nachfolgenden Kapitel behandeln die administrativen Aufgaben für den laufenden Betrieb. Dabei geht es insbesondere um Migration, Hochverfügbarkeit, Ressourcenkontrolle und Sicherheit. Der Anhang gibt noch einen Überblick über das Programm xm, das zentrale Programm zur Verwaltung virtueller Maschinen unter Xen.
(Helmut Vonhoegen/am)




Das könnte Sie auch interessieren