Radware-Report 21.01.2020, 18:24 Uhr

Cyberangriffe von Nationalstaaten nehmen zu

Mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) weltweit führt Angriffe auf seine IT-Infrastruktur und -Anwendungen auf Cyberwarfare oder nationalstaatliche Aktivitäten zurück.
Radware-Report 2019/20: Cyberangriffe von Nationalstaaten nehmen zu.
(Quelle: www.radware.com )
Dies ist eines der wesentlichen Ergebnisse des »2019-2020 Global Application & Network Security Report« von Radware. Im Jahr 2018 hatte dieser Wert noch etwa 19 Prozent betragen. In Nordamerika berichteten sogar 36 Prozent der für diesen Report befragten Unternehmen über staatliche Angriffe.
Diese Erkenntnisse fallen in eine Zeit, in der die Sicherheitsverantwortlichen ohnehin besonders beunruhigt sind. Unternehmen wenden sich zunehmend Mikroservices, serverlosen Architekturen und einem Mix aus mehreren Cloud-Umgebungen zu. Zwei von fünf befragten Managern gaben an, eine hybride Umgebung mit Cloud- und lokalen Rechenzentren zu verwenden, und ebenso viele nutzen mehr als eine öffentliche Cloud-Umgebung. Allerdings sind nur 10 Prozent der Befragten der Ansicht, dass ihre Daten in öffentlichen Cloud-Umgebungen sicherer sind, und nur 30 Prozent glauben, dass die Vorteile der öffentlichen Cloud deren Sicherheitsrisiken überwiegen.
Wenn Unternehmen ihre Netzwerkinfrastruktur anpassen, um die Vorteile neuer Technologien wie zum Beispiel Microservices oder Multi-Cloud-Umgebungen zu nutzen, vergrößern sie unwissentlich ihre Angriffsfläche und verringern die Visibility in ihren Datenverkehr. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass diese Sichtbarkeit eine wachsende Herausforderung für Sicherheitsexperten darstellt. Zudem sagten drei von fünf Befragten, dass mehr als die Hälfte ihres Datenverkehrs verschlüsselt ist, was die Einblicke in den Datenverkehr weiter verkompliziert. Unternehmen müssen ihren Sicherheitsteams laut Radware daher Lösungen zur Verfügung stellen, die diese Visibility in den gesamten Datenverkehr ermöglichen.
Trotz der zunehmenden Begeisterung für 5G-Netze gaben die meisten Befragten an, dass sie auf die Einführung von 5G-Netzen nicht vorbereitet sind. 20 Prozent der Befragten sagten, dass sie die Einführung von 5G-Technologien nicht innerhalb der nächsten beiden Jahre planen. Und obwohl Telekommunikations-Unternehmen und Service Provider am ehesten 5G implementieren, planen auch in dieser Branche 13 Prozent der Befragten den Ausbau der 5G-Infrastruktur erst für das Jahr 2022.
5G verspricht, die Implementierung und den Nutzen von IoT-Technologien zu fördern, aber dieses Versprechen geht mit einer entsprechenden Erhöhung der Angriffsfläche einher. Was die mit IoT verbundenen Geräte betrifft, gaben 44 Prozent der Befragten an, dass die Verbreitung von Malware ihre größte Sorge sei, während die mangelnde Sichtbarkeit mit 20 Prozent folgt.
Etwa 30 Prozent der Unternehmen gaben an, dass Datendiebstahl als Folge eines Angriffs ihre größte Sorge sei - gegenüber 22 Prozent im Vorjahr. 23 Prozent befürchten Serviceausfälle, während 6 Prozent der Befragten angaben, dass der Verlust ihres Arbeitsplatzes ihre größte Sorge sei. Finanzielle Gewinne waren weiterhin eine Hauptmotivation für Angriffe.



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