Akamai-Umfrage 04.04.2016, 11:23 Uhr

Deutschen Unternehmen als Opfer von Cyber-Attacken

Erschreckend viele deutsche Unternehmen waren schon einmal von einem Cyber-Angriff betroffen. Auch das Phänomen der Bitcoin-Erpressung ist hierzulande angekommen.
Mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen wurde schon einmal das Opfer einer Cyber-Attacke. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die Akamai Technologies GmbH auf der it-sa 2015 durchgeführt hat. Akamai hat dazu rund 200 Messebesucher zum Thema »Cyber-Security in deutschen Unternehmen« befragt.
36 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen bereits von einem Cyber-Angriff betroffen war. Weitere 18 Prozent sagten, sie wüssten nicht, ob ihr Unternehmen schon einmal attackiert worden ist oder wollten keine Angaben dazu machen. Das legt die Vermutung nahe, dass die Dunkelziffer noch deutlich höher sein könnte.
Als neues Phänomen kristallisierten sich im letzten Jahr DDoS-Angriffe mit dem Ziel der Bitcoin-Erpressung heraus. Bis Mitte 2015 beobachtete das Prolexic Security Engineering & Response Team von Akamai beispielsweise Kampagnen, die auf das Konto der DD4BC-Gruppe gingen. Ende des Jahres trat dann das Armada Collective auf. Beide Gruppen forderten per E-Mail Schutzgelder in Form von Bitcoins von Unternehmen und drohten für den Fall des Ausbleibens mit massiven DDoS-Angriffen. Der Erfolg des Armada Collective animierte zudem bereits einige Nachahmungstäter. Dieser Trend scheint auch Deutschland erreicht zu haben. So ergab die Akamai-Umfrage auf der it-sa, dass immerhin 9 Prozent der Unternehmen, die von Cyber-Kriminellen attackiert wurden, von Angriffen mit dem Ziel der Bitcoin-Erpressung betroffen waren.




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