Cybersicherheit 24.06.2019, 10:15 Uhr

Vom Kostenfaktor zum Business Driver

Geschäftsführer und Vorstände großer Unternehmen sehen die Cybersicherheit mehrheitlich nicht mehr als Kostenfaktor an, sondern als wichtigen Geschäftstreiber und Wettbewerbsvorteil.
Die Radware-Studie »2019 C-Suite Perspectives«.
(Quelle: www.radware.com )
Das ist das primäre Ergebnis der Radware-Studie »2019 C-Suite Perspectives: From Defense to Offense, Executives Turn Information Security Into a Competitive Advantage«. Führungskräfte, die an der Umfrage teilgenommen haben, stellten fest, dass die vier wichtigsten Geschäftsauswirkungen eines Sicherheitsvorfalls der Verlust von Kunden (45 Prozent), der Verlust der Markenreputation (44 Prozent) und der Umsatzrückgang oder gar Betriebsverluste (je 32 Prozent) waren. In vielen Unternehmen ist die Cybersicherheit auch ein regelmäßiger Tagesordnungspunkt in Aufsichtsratssitzungen.
All dies aus gutem Grund, denn die Befragten schätzten die durchschnittlichen Kosten pro Angriff auf etwa 4,6 Millionen US-Dollar, und der Anteil der Befragten, die schätzten, dass die Gesamtkosten für Cyberangriffe auf ihr Unternehmen mehr als 10 Millionen US-Dollar beziehungsweise Euro betragen, hat sich von 2018 (7 Prozent) bis 2019 (13 Prozent) nahezu verdoppelt. Gleichzeitig wollen die Kunden verstehen, was Unternehmen getan haben, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu sichern. 75 Prozent der Führungskräfte berichten, dass Sicherheit ein wichtiger Bestandteil ihrer Marketingbotschaften ist. 50 Prozent der befragten Unternehmen bieten ihren Kunden spezielle Sicherheitsprodukte und -dienstleistungen an. Darüber hinaus bieten 41 Prozent Sicherheitsfunktionen als Add-ons für ihre Produkte und Dienstleistungen an, und weitere 7 Prozent erwägen, Sicherheitsdienstleistungen in ihre Produkte aufzunehmen.
»Die Unternehmen haben Milliarden für die digitale Transformation ausgegeben, um neue, schnellere und einfachere Zugangspunkte für ihre Kunden zu schaffen, doch dabei haben sie ihre Anfälligkeit gleichermaßen erhöht«, sagte Anna Convery-Pelletier, Chief Marketing Officer bei Radware. »Unser diesjähriger Bericht beleuchtet die zunehmende Verfeinerung der Managementphilosophie bezüglich der Informationssicherheit und der Sicherheitsstrategie. Während die unmittelbare Verantwortung für die Cybersicherheit weiterhin vom CIO und CISO wahrgenommen wird, wird zunehmend auch der gesamte Vorstand involviert. Sicherheitsfragen beeinflussen heute die Markenreputation und das Vertrauen der Verbraucher in die Unternehmen. Das zwingt diese zu einem grundlegenden Wandel im Denken über die Rolle der Sicherheit in den Bereichen Kundenzufriedenheit, Marketing und Geschäftsbetrieb«.
Obwohl sich Vorstände und Geschäftsführer verstärkt auf die Cybersicherheit konzentrieren, haben die Unternehmen noch einen langen Weg vor sich, um sich selbst zu schützen. Eine Mehrheit (70 Prozent) der befragten Führungskräfte in Nordamerika und Europa berichtet, dass ihr Unternehmen in den letzten zwölf Monaten einen Cyberangriff erlebt hat, und 75 Prozent der befragten Teilnehmer in EMEA sagen, dass ihre Netzwerke anfällig für Cyberangriffe sind.


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